  | Berlin Babylon gehört zu den wenigen Dokumentarfilmen, die sich der Leinwand und nicht dem Bildschirm verschrieben haben. Hubertus Siegert spielt auf der ganzen Klaviatur cineastischer Möglichkeiten und komponiert die stimmungsvolle Symphonie einer Hauptstadt zwischen Größenwahn und Unvermögen. Märkische Allgemeine "So sehen wir Berlin, wie wir es schon oft gesehen haben, und erkennen es doch nicht wieder. Die Kamera entkleidet die Stadt von unseren Sehgewohnheiten. Berlin schaut uns an, und wir begreifen eine aufschlußreiche Banalität: Die Stadt ist weder Form gewordene Geschichte noch Spiegel ihrer Bewohner sie ist ein Drittes, mit einer eigenen Qualität, einem eigenen Leben." FAZ "Durch seinen subtilen Zynismus und seinen dokumentarischen Wert wird Berlin Babylon noch an Wert gewinnen. Künftige Generationen werden verblüfft sein, mit welcher Dreistigkeit mittelmässige Geister dieser Stadt ihre Siegel aufdrücken konnten." TIP "Engel blicken auf die Stadt... Die erste Dokumentation zur Architektur in Berlin, die selbst sehr entertaining ist ein Thriller zwischen Kränen." Die Tageszeitung "Politiker, Star-Architekten, Bauherren. Hubertus Siegert inszeniert sie wie im Spielfilm. Bauten, Staatsmänner und Architekten kommen und gehen, und alle prägen sie das Bild der Stadt. Siegerts atemberaubende Bilder sind Geschichte... spannend wie ein Thriller." B1 Fernsehen Berlin Babylon bleibt einem lange im Gedächtnis. Berlin selbst wird zum Thema, und das ist spannend." (BR) Berlin Babylon schwelgt in ruhigen, ästhetischen Einstellungen, um dann die harten Umbrüche um so effektvoller in Szene zu setzen... Die schönsten Aufnahmen einstürzender Plattenbauten, die man je im Kino gesehen hat. (ARD, Treffpunkt Berlinale) "Berlin Babylon lohnt das Abenteuer, sich an das Werden von Neuem zu erinnern. Warten auf den Kollaps." (Spiegel Online) Gleich Benjamins getriebenem Engel der Geschichte fliegt die Kamera durch eine Stadt zwischen zehnJahren Demontage und Aufbau... beim Schwebeflug über die Dächer Berlins wird die Kamera zur Archivarin von Stadtgeschichte und Dokumentaristin ihrer radikalen Neuschreibung. Schnitt Filmmagazin
Berlin Babylon
spricht von dem Wagnis, eine Stadt so schnell und so radikal zu
gestalten, und von Vermessenheit, die das Bauen an sich immer bedeutet
den Blick nach oben richten ohne jede Furcht vor einem jenseits.
Im Hintergrund aber droht auch über dem Himmel von Berlin eine
nicht nur architektonische Apokalypse. Unter diesem Aspekt wirkt
Siegerts Film plötzlich wie eine Anatomiestunde, eine filmische
Operation am offenen Körper der Stadt. Beruhigend in diesen
Momenten, Szenen materieller Produktion zu sehen, Handwerk, Arbeit,
die ausgeführt wird." Süddeutsche Zeitung
Zitty-Topfilm! Das Berliner Bauwesen als Hort der Mittelmäßigkeit.
Ein Panoptikum des Größenwahns, der Fehlplanungen und
Eitelkeiten eine beeindruckend gefilmte Dokumentation.
Zitty
Kein Kommentar stört die Bilder, die Architektur, die
Musik der Einstürzenden Neubauten, und die Architekten und
Bauherren sprechen für sich. Berlin Babylon ist ein hoch aktueller
Film, angesichts des postmodernen Größenwahns und des
Ablebens mythischer Stadtutopien. Zwischen den Baustellen, den Heldenplätzen
für die &Mac226;Männer des schnellen Zugriffs, schwebt
die Kamera durch Ostberliner Straßen, die Optik frontal nach
vorne gerichtet, mal fährt sie durch Hinterhöfe, mal seitlich
an Baustellen und Fassaden vorbei... Den Filmbildern ist gelegentlich
ein eigentümlicher Verfremdungseffekt zu Eigen: die unvorstellbare
Spannung, die die Plattenbauten zum Umkippen bringt, überträgt
sich auf den ganzen Film. Jungle World
Die Perspektiven wechseln in einem getragen meditativen Rhythmus,
der Gegensätze zusammenbringt: Nacht und Tag, Hinterhöfe
und Mercedessterne, Architekten und Poliere, Gegenwart und Geschichte.
Es liegt eine Atmosphäre von geschehener Katastrophe über
dem Berlin dieses Films. Berliner Zeitung
Am meisten über Berlin zur Jahrtausendwende erzählt
Berlin Babylon von Hubertus Siegert, und höchstwahrscheinlich
wird es eines jener Dokumente sein, die man noch lange mit Faszination
und Bestürzung zugleich sehen wird. Von 1996 bis 1999 hat Siegert
die gigantischen Projekte dokumentiert und die Akteure des großen
Baufie´bers beobachtet, die mit völlig freier Hand an
der großen Aufgabe scheitern dürfen: berlin ein neues
Bild zu geben. Berliner Morgenpost
Faszinierende Bilder und Hintergründe der Bauwut, Architekturgeschichte
im Thrillerformat. Klasse der eigenskomponierte Soundtrack der Einstürzenden
Neubauten. Applaus! BZ
Ein wunderschöner Film! Die Zeit
Berlin als große Baustelle, über und unter der
Erde. Ohne Kommentar, aus Bildern, O-Tönen, Musik und wenigen
Untertiteln komponiert, entsteht ein formal beeindruckendes Bild
von unvorstellbaren Bauprozessen. Film-Dienst
Die Möglichkeit
eines Glückstreffers in Lola rennt ironisiert, auf
Berlin als werdende Hauptstadt bezogen, Hubertus Siegerts Berlin
Babylon (2000), indem er das Baufieber, mit dem die Stadt einem
neuen Make-up unterzogen wird, als eine Art Krankheit kenntlich
macht. In einer 'dokumentarischen Vision' geht er dem chaotischen
Kräftefeld von Politik und Kommerz nach. Öffentliche Bauherren
und private Baulöwen im Verein mit ihren Architekten versuchen,
Berlins Stadtlandschaft im Interessenkonflikt vorteilhaft für
die jeweiligen Sonderinteressen von Bund und Stadt, Konzernen und
Mitbürgern umzugestalten. Walter Benjamins Engel der Geschichte
zitierend, erblickt die ruhig über der Stadt schwebende Kamera
dieses Tun als einen Ruinenbau der Zukunft, als ein Babylon, das
nicht von göttlicher Hand, sondern an seiner eigenen Konfliktgeschichte
zu scheitern droht." Peter Beicken in: Literaturwissen. Wie
interpretiert man Film? Reclam Stuttgart, 2004
In fact, Siegert seeks to de-metaphorize the city as it evolves, brick by brick, into a workable, ordinary megalopolis. The multi-farious arguments, cases, and designs made toward that end are interesting, but Siegerts movie succeeds most in visually pondering the nature of a cityscape and its more or less permanent state of collapse and rehabilitation. Village Voice Resonant and heartbreaking in its melancholy portrait of a ruined city trying to resurrect itself. Daily News Beautifully photographed on film by Ralf K. Dobrick and Thomas Plenert... Berlin Babylon is about architecture as a balm, and this is a particularly good time for such a film New York is also in desperate need of healing architectural strategies. And there is much to be learnt from this movie. New York Times |